Vergleichs-FAQ
Welches Zielland passt zu deiner Situation?
Fünf häufige Vergleichsfragen, beantwortet mit Zahlen aus nationalen Finanzbehörden und OECD-Publikationen (Mai 2026). Keine Beratung, eine informierte Ausgangsposition.
Portugal IFICI versus Italien Impatriati, was ist günstiger?
Portugals IFICI-Regime bietet 20% Pauschalsatz für 10 Jahre (ersetzt NHR seit 2025), beschränkt auf hochqualifizierte Fachkräfte in Technologie, Wissenschaft, Gesundheit und grüner Energie. Italiens Impatriati-Regime (D.Lgs. 209/2023) bietet 50% Freistellung auf italienisches Einkommen für 5 Jahre (60% mit minderjährigem Kind), Obergrenze €600.000 pro Jahr, erfordert hohe Qualifikation und 4 Jahre Steueransässigkeit danach. Bei €120.000 Bruttoeinkommen: IFICI in Portugal ~20% (€24.000); Impatriati in Italien progressiv auf 50% von €120.000 = €60.000 (effektiv ~30-35%). IFICI günstiger bei hohen Einkommen; Impatriati bietet längere Perspektive zur italienischen Staatsbürgerschaft.
Zypern Non-Dom (60-Tage-Regel) versus Malta Non-Dom, was wählt ein Unternehmer?
Die zypriotische 60-Tage-Regel (seit 2017, reformiert 2026) erfordert 60 Tage Anwesenheit, keine 183+ Tage in einem anderen Land, ein zypriotisches Unternehmen, eine permanente Wohnung und keinen Arbeitgeber außerhalb Zyperns. Non-Dom-Status: Befreiung auf Dividenden und Zinsen, gültig 17 Jahre. Maltas Non-Dom nutzt das britische Remittance-System: nur maltesisch-quellenfähiges Einkommen + nach Malta überwiesenes Einkommen wird besteuert (effektiv 15% für Angestellte). Zypern hat niedrigere Schwellen und keine Remittance-Komplikationen; Malta hat englischsprachiges Rechtssystem. Für Holding-Strukturen mit Dividendenausschüttung hat Zypern typischerweise niedrigere effektive Steuern.
Spanien Beckham Law versus Portugal IFICI, für einen Remote-Worker mit €100.000+?
Spaniens Beckham Law (Régimen Especial de Impatriados, art. 93 LIRPF) bietet 24% Pauschal auf spanisches Quelleneinkommen bis €600.000 für 6 Jahre (Ankunftsjahr + 5). Ausländisches Einkommen bleibt außerhalb spanischer Besteuerung. Für einen Remote-Worker mit spanischer Quelle: 24% auf €100.000 = €24.000. Unter IFICI Portugal: 20% × €100.000 = €20.000, ohne Wegzugssteuer-Probleme. Portugal liegt 4 Prozentpunkte besser, aber Beckham Law deckt Auslandseinkommen kostenfrei, günstig bei gemischten Einkommensströmen. Spanien bietet schnellere Residenz (183 Tage); Portugal erfordert aktive Berufstätigkeit in IFICI-Kategorien.
Dubai (VAE) versus Monaco, was passt zu High-Net-Worth?
Die Vereinigten Arabischen Emirate erheben 0% Einkommensteuer auf alle Individuen (Cabinet Decision 85/2022). Steueransässigkeit: 183 Tage oder 90 Tage + Aufenthaltsvisum + permanente Wohnung/Arbeit. Monaco erhebt ebenfalls 0% Einkommensteuer auf Residenten (Franzosen ausgenommen) und bietet EU-Schengen-Zugang. Monaco erfordert höhere Setup-Kosten (Mieten Top-Lage €15.000+/Monat), bietet aber volle Schengen-Mobilität und Banking-Ökosystem. Dubai hat 9% Körperschaftsteuer über AED 375.000, relevanter als Personensteuer für Unternehmer. Monaco wenn EU-Erreichbarkeit Priorität; Dubai für wärmeres Klima + 0%-Struktur.
Bulgarien 10% Pauschal versus Andorra, bei begrenztem Budget und niedriger Compliance?
Bulgarien erhebt 10% Pauschal auf alle Einkommen, 5% auf Dividenden, eine der niedrigsten in der EU (Quelle: Bulgarisches Finanzministerium). Bulgarien ist EU-Mitglied; Niederlassungsfreiheit gemäß Art. 49 AEUV. Andorra: progressiv bis 10% auf Einkommen, keine Erbschaftsteuer, keine Vermögensteuer; kein EU-Mitglied aber Schengen-Assoziierungsabkommen. Andorra erfordert passive Residenz-Einlage (€50.000+) oder Investition (€600.000+); Bulgarien hat keine Vermögensschwelle aber 6-Monate-Anwesenheitstest. Bulgarien für minimales Setup; Andorra für Privacy und Bankgeheimnis. Beide derzeit außerhalb Eurozone (BG-Euro-Einführung erwartet 2026/2027).